Wie funktioniert ein Dampfgarer?

Die Zubereitung schmackhafter Speisen mit dem Dampfgarer breitet sich aufgrund ihrer leichten Handhabung, der schonenden Zubereitung und anderen Vorteilen rasant aus und verdrängt zunehmend andere Zubereitungsformen wie den Backofen oder die Mikrowelle. Ausschlaggebend für den Erfolg ist die Funktionsweise eines Dampfgarers, die im Folgenden erläutert werden soll.
Das Dampfgaren folgt einem simplen Prinzip: Durch heißen Wasserdampf wird das zuzubereitende Essen schonend erhitzt und durchgegart, wobei jedoch anders als beim Kochen in Wasser wesentlich weniger Mineralstoffe, Spurenelemente und Aromen verloren gehen. Ein Dampfgarer wird hierzu mit einem Garraum wie einem Körbchen oder Sieb (je nach Mahlzeit gelocht oder geschlossen) genutzt, in welches das noch rohe Essen gelegt wird. Unter dem Behältnis wird nun eine geringe Menge Wasser erhitzt und verdampft. Durch den akkurat abgeschlossenen Deckel wird ein Austreten von heißem Dampf verhindert, weshalb er im Garer zirkuliert. Auf diese Weise wird ein hoher Nutzwert aus der aufgewendeten Energie gezogen und der Garvorgang wesentlich beschleunigt. Neben der Verwendung von Wasser zur Erzeugung der Heißluft können für einige Rezepte (z.B. Wild) auch flüssige Sude (z.B. gewürzter Rotwein) im Garraum verwendet werden. Auf diese Weise sind Zubereitungsarten möglich, die im z.B. im Backofen nicht denkbar wären. Die zunehmende Beliebtheit von Dampfgarern hat auch zur Herausbildung ganz spezieller Rezepte geführt.
Eine zusätzliche Beschleunigung kann durch die Verwendung eines Dampfgarers mit erhöhtem Druck erreicht werden. Der höhere Druck sorgt dafür, dass der Siedepunkt des Wassers steigt, was Temperaturen von bis zu 130 Grad Celsius ermöglicht. Beim Garen unter Normaldruck werden in der Heißluft in der Regel um die 100 Grad erreicht.

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Die Vorteile des Dampfgarens

Ein wichtiger Grund, beim Kochen den Backofen oder die Mikrowelle gelegentlich außen vor zu lassen, ist die große Zeit- und Arbeitsersparnis in der Küche. Bei der Zubereitung vieler Rezepte (z.B. Kesselfleisch oder Tafelspitz mit Wurzelgemüse) können die Zutaten in einem Arbeitsgang gegart werden. Zudem sorgt die schonende Durcherhitzung mit Dampf dafür, dass man sich bereits anderen Arbeiten zuwenden kann, da man nicht mehr so sehr darauf achten muss, dass etwas anbrennt. Auch die Handhabung eines Dampfgarer ist einfach und intuitiv.

Beim Dampfgaren wirkt der heiße Dampf viel weniger auslaugend auf die Speisen, die Zutaten behalten ihre charakteristischen Aromen und Vitamine. Wo beim Kochen von Gemüse wichtige Salze, Spurenelemente und Geschmacksstoffe herausgespült werden, die dann mit exzessiven Würzen kompensiert werden müssen, genügt beim Dampfgaren in der Regel wesentlich weniger. Ein wenig Salz und Pfeffer, vielleicht etwas Butter – die Zutaten schmecken authentisch und frisch.